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Bericht von: Von Rolf Schäfer (06441) 959595 redaktion.wnz@mittelhessen.de
Als die erwartete Übermannschaft präsentierte sich Europapokalsieger SV Plüderhausen im Spiel der zweiten Tischtennis Bundesliga in der Herbornseelbacher Turnhalle „Auf dem Berg“. Vor 100
Zuschauern dauerte es bis zum Auftritt von Markus Schäfer bei 0:8, ehe der von den Fans gefeierte Ehrenpunkt geholt wurde. Trotz der klaren Niederlage war Vizepräsident Joachim Gräf zufrieden mit der
Leistung: „Unsere Leute haben durchweg super gespielt. Wenn der Druck weg ist, zeigen sie was sie können“.
Vor dem ersten Ballwechsel ging es darum zu improvisieren. Bisher wurden dem Oberschiedsrichter in der zweiten Liga immer drei Zählschiedsrichter zu Seite gestellt. Diesmal stand der für den
TSV Wohrathal gemeldete Wetzlarer Oberschiedsrichter Michael Kamann alleine da. Somit wurde im Doppel, wie in unteren Klassen, an einem Tisch von den Herbornseelbachern und an dem anderen von
Plüderhausen gezählt. In den Einzeln wurde dann von den Gastgebern an beiden Tischen die Unparteiischen gestellt.
Trotz der Niederlage im Doppel an der Seite von Nico Stehle war Ludek Laboutka mit der Leistung zufrieden: „Die beiden gehören in Europa zu den Besten. Wir haben ein Top Doppel gespielt“. Die
Hoffnung einen Zähler vor den Einzeln zu holen erfüllte sich nicht. Die Chance hatten Bäcker/Schäfer. „Bei 5:5 im Entscheidungssatz haben wir den Faden verloren und nur noch Fehler gemacht“, begründete
Andreas Bäcker den Verlust der Begegnung.
„Der hat mich wohl etwas unterschätzt“, meinte Ludek Laboutka, als er Aleksandar Karakasevic im ersten Durchgang bei 9:7 am Rande eines Satzverlustes hatte, dann aber 0:3 verlor. Ein deutlicher
Aufwärtstrend war bei Dennis Dickhardt zu erkennen. Einziges Manko: Er kann keinen knappen Satz gewinnen. Nach 1:0 unterlag er dreimal mit zwei Punkten Unterschied. Zur gleichen Zeit lag Nico Stehle
gegen den asiatischen Allroundspieler 2:1 vorn. Obwohl es Stehle gelang seinen Gegenüber immer wieder nach hinten zu drängen, blieb auch ihm der erste Zähler versagt.
Mehr als jeweils ein Satzgewinn war für Andreas Bäcker und Jochen Kaiser trotz weiterer Möglichkeiten nicht drin. „Ich habe es endlich einmal geschafft mein Spiel durchzuziehen“, freute sich
Markus Schäfer, als er im fünften Satz nach 5:7 die Begegnung noch drehte und den Ehrenpunkt erkämpfte.
Leckerbissen waren dann die beiden Spitzeneinzel, in denen Nico Stehle und Ludek Laboutka gut starteten. Am Ende musste sich Stehle gegen Aleksandar Karakasevic und Laboutka gegen Ju Lin (dies
Spiel kam nicht mehr in die Wertung) nach guter Leistung jeweils 1:3 geschlagen geben.
Spielverlauf Stehle/Laboutka – Pazsy/Bratanov 1:3 (8:11, 7:11, 11:8, 3:11); Dickhardt/Kaiser – Karakasevic/Lupulesku 0:3 (8:11, 6:11, 3:11);
Bäcker/Schäfer – Lin/Veselinovic 2:3 (11:9, 6:11, 4:11, 11:4, 7:11); Nico Stehle – Ju Lin 2:3 (4:11, 11:8, 12:10, 6:11, 5:11); Ludek Laboutka – Aleksandar Karakasecic 0:3 (9:11, 7:11, 6:11);
Dennis Dickhardt – Martin Bratanov 1:3 (11:5, 9:11, 10:12, 9:11); Andreas Bäcker – Ferenc Pazsy 1:3 (2:11, 7:11, 11:9, 4:11);
Markus Schäfer – Bojan Veselinovic : 3:2 (11:13, 11:8, 3:11, 13:11, 11:9); Jochen Kaiser – Jlija Lupulesku 1:3 (5:11, 11:9, 9:11, 7:11); Stehle – Karakasecic 1:3 (14:12, 8:11, 5:11, 10:12).
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